6382_Marzi_Heaven
Rain Song
05. Dezember 2010
von Léa
3 Sterne
hat 3 Sterne vergeben

Als Hanna 5 Jahre zuvor an diesem Ort war, sah alles noch ganz anders  aus. Doch seitdem haben die Indianer von Neah Bay viel für den  Tourismus getan. Hanna betritt die neue Aussichtsplattform, stützt sich  auf die Brüstung und schon ist es passiert, die Brüstung gibt nach und  sie stürzt die Klippen herunter.
Zum Glück kann der Indianer Greg sie retten. Er nimmt die Unbekannte bei  sich auf. Als er aber den Grund für Hannas Besuch erfährt, ist er wenig  begeistert. Dass sie von Jim spricht, reißt bei ihm Wunden auf. Er war  wie ein Bruder für ihn.
Jim war Hanna vor fünf Jahren nach Deutschland gefolgt. Und heute kam  sie, um ihm zu erzählen, dass er verschwunden ist und das schon vor  langer Zeit? Doch Greg beschließt, Hanna bei der Suche nach Jim zu  helfen.
Doch dabei erfährt Hanna immer wieder am eigenen Leib, dass sie im  Reservat unerwünscht ist. Bei den einen ist der Grund, dass sie keine  Indianerin ist, bei denen, die sie noch von früher kennen, ist es, dass  sie Jim mit sich nahm.

Auszug aus dem Buch:

„Sie wollten-was?“, presste Greg hervor. „Sie wollten hier mit ihm leben?
Hier -am Ende der Welt?“„Ja, das wollte ich, weil ich Jim  liebte und wusste, dass er nirgendwo anders glücklich werden konnte. Für  ihn war es nicht das Ende der Welt, Greg. Für ihn war Neah Bay der  Anfang der Welt.“ Hanna wandte den Kopf zu Seite und er sah die  störrische Haltung
ihres Kinns. „Ich habe ihn zum Flughafen gebracht und ihn in den Flieger  steigen sehen. Ich weiß auch, dass er auf dem Sea-Tac Airport  angekommen ist. Er hat mich von dort aus angerufen und wollte sich einen  Leihwagen nehmen. Verunglückt ist er nicht, denn der Wagen
wurde ein paar Tage später am Flughafen wieder abgegeben.“ Sie hob die  Schultern und ließ sie mit einem resignierten Seufzer wieder
sinken. „Mehr konnte ich von Deutschland aus nicht herausbekommen. Es  genügte mir auch. Ich war davon überzeugt, dass Jim mich nicht mehr  wollte. In Deutschland hatte er mich gebraucht – er hat bei mir gewohnt  und von meinem Geld gelebt. In seiner Heimat hatte er das nicht mehr  nötig“, fügte sie leise hinzu.
„Aber hier in Neah Beay ist er niemals angekommen“, sagte Greg gequält. „Wo zum Teufel ist er geblieben?“

Das Buch ist zwar gut geschrieben, aber leider ähnelt die Handlung  doch sehr den anderen Büchern. Für jemanden, der gerne mal etwas ganz  neues von Frau Babendererde lesen möchte, ist das Buch eher  enttäuschend, aber für denjenigen, der von diesen Büchern einfach nicht  genug kriegen kann, ist es genau das Richtige.

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