Was vom Sommer übrig ist
Was vom Sommer übrig ist
07. Juni 2012
von Freya
4 Sterne
Freya Jahrgang 1994 Redaktion Lübeck
hat 4 Sterne vergeben

Louises Sommerferien könnten nicht schlechter laufen. Eigentlich will sie nicht mehr über Paul nachdenken, versucht sich mit zwei Ferienjobs und der Fahrschule zu beschäftigen, kümmert sich um den Hund ihrer Großmutter, doch das hilft alles nichts.

Jana fühlt sich allein. Ihre Eltern sind fast täglich im Krankenhaus bei ihrem Bruder und scheinen sie komplett vergessen zu haben. Sie ist unsichtbar geworden. Also zieht sie alleine los, streift durch die Nachbarschaft in der glühenden Hitze des Sommers und trifft plötzlich auf Louise.

Die Mädchen trennt anfangs noch mehr als das bloße Alter. Doch die beiden treffen sich immer wieder. Es beginnen eine ungewöhnliche Freundschaft und ein Sommer, den Beide nicht vergessen werden.

Auch in „Was vom Sommer übrig ist“ spielt die Autorin Tamara Bach mit einer Sprache, die mal minimalistisch knapp, mal überraschend poetisch ist. Ihr gelingt es, eine Geschichte mit Hilfe von Gedankenfetzen und kurzen Momentaufnahmen zu erzählen und haucht dem Roman so eine selten erreichte Authentizität ein.

Tamara Bach erzählt eine Geschichte, die das Leben selbst sein könnte, ein Wechsel aus Belanglosigkeit und ernsthaften Problemen, denen sich die beiden Mädchen stellen müssen. Insgesamt ist das Buch jedoch eher ein kurzweiliges Lesevergnügen, das nach dem Beenden schnell beiseitegelegt werden kann.

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